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Nachdem wir in unserem letzten Interview die LA-Sehnsucht gestillt haben und virtuell nach Cali gereist sind, um mit Fair Fashion Designerin Eliana über Nachhaltigkeit im Modebusiness oder mit Trice von Raaw by Trice über ihre Düfte zu quatschen, blieben wir für dieses Gespräch in unmittelbarer Umgebung. Wir unterhielten uns mit den beiden Gründerinnen Christina Roth und Stephanie Dettmann vom organic Brand UND GRETEL über ihre Lieblingsprodukte, Tipps, um den Alltag nachhaltiger zu gestalten und vieles mehr.

Diejenigen, die Ari schon etwas länger folgen, wissen mittlerweile, dass man den besten natürlichen Lippenstift oder ein super Brow Gel definitiv bei dem Berliner Naturkosmetiklabel findet. Aber nicht nur das – Christina und Stephanie haben es seit 2014, mit der Gründung des Labels, geschafft, eine ganze Palette an natürlichen Beautyprodukten auf die Beine zu stellen, die mit ihren Inhalten überzeugen und dem Zeitgeist entsprechen. Wer also weiterhin glaubt, organic Make-up ist langweilig und taugt nichts, wird heute auf jeden Fall des Besseren belehrt.

Bei den UND GRETEL Girls zählt aber nicht nur ein zufriedenstellendes Produkt, sondern auch der Weg dorthin. So ist Professionalität mindestens genauso wichtig wie ein respektvoller und offener Umgang am Arbeitsplatz. In dem niedlichen Office in Prenzlauer Berg ist es nämlich wie bei der besten Freundin zuhause: Zu Kaffee und Snacks plaudert man über das letzte Wochenende, nervige Mitesser und darf ganz nebenbei noch ein paar Make-up-Tipps einsacken. Warum also natürliche Inhaltsstoffe die Nonplusultra-Zutat in unserem Beauty Shelf sein sollte und wie man aus einer Balkonbekanntschaft ein gemeinsames Business aufbaut, erzählen Euch die beiden Beautyexpertinnen am besten selbst!

 

 

Liebe Christina, Du bist eigentlich Make-up-Artistin und durch den Job schon viel in der Beautybranche rumgekommen. Was hat dich schlussendlich dazu gebracht, ein eigenes Make-up-Brand gründen zu wollen?

 

Christina:

Der Hinweis eines guten Freundes „Weißt du eigentlich, was in diesen sogenannten guten, teuren Produkten drin ist?”, sensibilisierte mich schon vor vielen Jahren. Auf der Suche nach Produkten, die gut performen und dabei gesund sind, bin ich damals bei sogenannten “Wannabes” gelandet und durch „Greenwashing” vielen Irrtümern aufgesessen.

Mein Entschluss stand fest: Ich musste es einfach selbst in die Hand nehmen! In der Entstehungsphase von „UND GRETEL” habe ich viel Zeit auf meinem Grundstück in der Natur verbracht. Als ich dann an einem kühlen Septemberabend am Fuße des Kyffhäusers am warmen Lagerfeuer saß, kam von einer befreundeten Sprachwissenschaftlerin ein wichtiger Hinweis:Sie erklärte mir, dass das Und von „Und Gretel” der Sprachwissenschaft nach zu Gretel gehört. Ich wusste sofort, dass der richtige Name gefunden war.

UND GRETEL ist angelehnt an Grimm’sches Hänsel und Gretel. Das Märchen bildet Intellekt und Intuition ab, wobei hier der Intellekt dem Mann und die Intuition der Frau zugeschrieben wird. Nämlich Gretels Intuition im richtigen Moment das Richtige zu tun – sie hat schließlich die beiden Kinder heldenhaft gerettet. So haben wir auch das Richtige im richtigen Moment getan und metaphorisch gesagt das “Böse” besiegt.

Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Authentizität. Der Name „UND GRETEL” erinnert an das Märchen und ist somit auch ein Verweis auf alte Werte. Sprich, sein Konsumverhalten zu überdenken und bewusster zu gestalten.

Später habe ich in meiner Nachbarin und Marketing-Expertin Stephanie Dettmann eine Geschäftspartnerin gefunden, die den gleichen, starken Glauben an die Marke teilt und darauf vertraut, das Richtige im richtigen Moment zu tun, und wir beschlossen dann gemeinsam, UND GRETEL auf den Markt zu bringen.

 

 

Wie habt Ihr Euch eigentlich kennengelernt und wie kam es zu Eurer Zusammenarbeit?

 

Christina:

Stephanie war die neue Nachbarin meines langjährigen Freundes – wir lernten uns von Balkon zu Balkon kennen.

 

Stephanie:

Ich kannte Christina aus dem Treppenhaus und eigentlich wollten wir immer mal ein Glas Wein zusammen trinken, hatten es aber bis dato noch nicht geschafft.

An einem Sonntag rief sie mich zu sich auf ihren Balkon rüber und erzählte mir von ihrer Idee für UND GRETEL. Ich war sofort Feuer und Flamme und fragte sie als erstes, ob sie sicher sei, dass es das nicht schon gäbe. An meiner Nachfrage erkennt man, dass ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass es solch eine tolle Idee schon längst geben müsste. Aus meiner Sicht war Christinas Idee so naheliegend und gleichzeitig so relevant, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass man eine künstliche Nachfrage erzeugen müsse.

Nach diesem Treffen vergingen ein paar Monate bevor wir uns im Regen vor einem der hässlichsten Einkaufszentren der Welt zufällig wieder trafen. Ich fragte Christina, was aus Ihrer großartigen Idee geworden sei und dann sind wir zusammen einen Kaffee trinken gegangen. Sie erzählte mir, was in den letzten Monaten so passiert ist und plötzlich sagte sie: „Du, ich glaub ich brauch so jemanden wie Dich. Hast Du nicht Lust mit mir zusammen UND GRETEL zu machen?“ Da habe ich nicht lange gezögert und „ja“ gesagt.

Von da an haben wir insgesamt sechs Jahre zusammen das Business und die Marke aufgebaut, bevor wir dann am 17.01.2015 bei ANDREAS MURKUDIS in Berlin gelaunched haben.

 

 

UND GRETEL steht für hochwertige Kosmetikprodukte, die mit Qualität und natürlichen Inhaltsstoffen überzeugen. Wie könnt Ihr beide Aspekte in der Produktion des Sortiments sicherstellen?

 

Christina:

Für viele Menschen ist der Wunsch nach qualitativ hochwertigen Produkten in Verbindung mit nachhaltiger Produktion sehr wichtig geworden. Denn es ist unumgänglich das Konsumverhalten zu verändern, schließlich ist nur mit Rücksicht auf die Umwelt der Planet Erde noch zu retten.

UND GRETEL Naturkosmetik erfüllt den höchsten Anspruch ohne Kompromisse. Wir stehen für professionelles Make-up mit 100 Prozent natürlichem BDIH-zertifiziertem Inhalt – aus kontrolliert biologischem Anbau und Wildsammlung. Die Produktpalette enthält hochpigmentierte, lang haftende, leuchtende Farben basierend auf 100 Prozent BDIH-zertifizierten, luxuriösen Texturen. Alle verwendeten Inhaltsstoffe haben ihren Ursprung in der Natur, die mit den reinsten Mineralpigmenten, pflanzlichen Weichmachern und natürlichen Wachsen kombiniert werden.

 

Blöd gefragt, aber wieso ist es überhaupt so wichtig, auf reine Rohstoffe zu setzen? Was kann Naturkosmetik besser?

 

Christina:

Was kann besser sein als reine natürliche Inhaltsstoffe? Bei uns gibt es keine umstrittenen Inhaltsstoffe wie synthetische Farbstoffe, synthetische Duftstoffe, Silikone, Parabene, Paraffine und andere Erdölprodukte, die in den konventionellen, dekorativen Kosmetikprodukten verwendet werden. So stelle man sich diesen Cocktail mal bildlich vor.

Unsere Rohstoffpalette beinhaltet unter anderem Kamille, Avocadoöl, Mandelöl, Weizenkeimöl, Jojobaöl, Mineralpigmente und Muskatellersalbei-Extrakt.

Das Gute an natürlichen Inhaltsstoffen ist, dass sie ihre pflegende, heilende und ausgleichende Wirkweise auf natürlichem Weg mitbringen. Deckkraft und Brillanz erreichen wir durch Mineralpigmente. Gerade nur mit den natürlichen Pigmenten gelingt es, brillante, leuchtende und intensive Farben zu entwickeln.

 

 

Oftmals hat man das Gefühl, dass Konsumenten*innen Naturkosmetik, vor allem im Makeup Segment, als langweilig und uninteressant abstempeln. Was meint Ihr, woran das liegt?

 

Christina

Ja das kenne ich zu gut – deshalb musste ich auch meine eigenen Produkte entwickeln. Die reine Naturkosmetik, die es auf dem Markt gibt, konnte meinem hohen Anspruch an richtig hohe Pigmentierung, langer Haftbarkeit auf der Haut und vor allem den richtigen Farben nicht standhalten.

 

Stephanie:

Wir wollten genau diesen Beweis antreten, dass sich reiner, zertifizierter Inhalt und der hohe Anspruch an Performance gepaart mit Sexyness und Fashion nicht ausschließen, sondern ganz im Gegenteil: zusammengehören. Denn nur das ist aus meiner Sicht zeitgemäße, dekorative Kosmetik!

 

 

Welche Mittel nutzt Ihr, um das Bewusstsein der Menschen mehr in Richtung natürlicher Kosmetik zu lenken? Stichwort Social Media: Fluch oder Segen?

 

Stephanie:

Wir als kleine Brand sehen Social Media als Segen. Wenn ich an meine früheren Werbejahre zurückdenke, in denen man Unsummen an Budget für TV-Spots, Radio, Anzeigen etc. haben musste, um seine Zielgruppe erreichen zu können, haben wir es heute mit einem Medium zu tun, was uns kleinen Brands ermöglicht, mit wenig Mitteln Großes zu erreichen.

Neben Social Media sind wir selbstverständlich auch weiterhin offline unterwegs – auf Events, Messen und natürlich direkt im Handel.

 

 

 

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Mittlerweile verkauft Ihr nicht nur in bekannten OnlineShops wie Niche Beauty, sondern auch in zahlreichen Stores in ganz Deutschland. Wie wichtig ist der stationäre Handel für eine Beautybrand?

 

Stephanie:

Wir sind aktuell in 14 Ländern bei rund 280 Händlern vertreten. Der stationäre Handel wird für eine Beautybrand wie uns auch weiterhin in Ergänzung zum Online-Handel immer wichtig sein. Das hat vor allem den Grund, dass man dekorative Kosmetik in dem Segment, in dem wir unterwegs sind, erst einmal fühlen, riechen und schmecken möchte, bevor man sie kauft.

 

 

Woher nehmt Ihr Eure Inspiration für Neue Produkte? Orientiert Ihr Euch an Trends?

 

Christina:

Um auf Trends reagieren zu können, orientiere ich mich an sehr vielen Dingen, recherchiere und beobachte sehr gerne. Ich muss heute schon wissen, was in den nächsten Jahren angesagt sein wird.

Interessant zu beobachten ist, wie manche Trends mehrfach Anlauf nehmen, bis sie sich wirklich durchsetzen. Regeln werden in immer kürzeren Zeitabständen gebrochen, um sich dann Neuen zu unterwerfen.

 

Ich bin ja persönlich ein ganz großer Fan von Eurem Tagarot Lippenstift in der Farbe Dahlia. Die Farbe und Textur sind so gut! Welches Produkt wird von Euren Kunden*innen am meisten gekauft?

 

Christina:

Viele Dank! Es freut mich sehr zu hören, dass TAGAROT Dahlia Deine Lieblingsfarbe ist! Es ist auch eine sehr besondere Farbe: ein sattes, warmes, verführerisches und sinnliches, klares Rot.

Es war übrigens die erste wichtige Farbe für mich, um damals zu sehen, ob meine konkrete Vorstellung von gesunden, natürlichen Produkten und kräftigen Farben in die Realität umgesetzt werden kann. Das ist ein wundervolles klassisches Rot – sozusagen eine Farbe für immer!

 

Stephanie:

Ich liebe unseren Dhalia auch sehr. Allerdings habe ich mir schon immer einen orangefarbenen Lippenstift gewünscht und so entstand TAGAROT in der Farbe Red Poppy, der erst vor ein paar Tagen gelauncht ist.

Neben unserem Lippenstift sind unsere absoluten Besteller unsere Mascara WINT in Darkest Black, aber auch unsere wunderbare LIETH Foundation. ILGE – das translucent powder – ist der Weichzeichner schlechthin. Unser LUK Creme Eye Stick in Bronze ist super easy aufzutragen und daher ein Liebling.

 

 

 Auf welches Beautyprodukt könntet Ihr nicht verzichten?

 

Christina:

Meinst du aus dem UND GRETEL Sortiment? Na da auf Keines! Sonst liebe ich alle natürlichen Cremes für den Körper die nach Rose duften – das macht mich glücklich.

 

Stephanie:

Ich kann nicht leben ohne meine Rejuvenation Night Cream von Omorovicza, meine Handcreme von L’Occitane und meine Oral B Zahnseide.

 

Wie integriert Ihr Nachhaltigkeit in Euren Alltag? Worauf achtet Ihr beim Konsum von Fashion- und Beautyprodukten?

 

Stephanie:

Beim Kauf von Fashion- und Beautyprodukten achte ich darauf, dass es nicht Fast Fashion ist. Sogar bei H&M und ZARA gibt es mittlerweile nachhaltige Sektionen. Wenn ich meinen Kids neue Kleider kaufe, kaufe ich lieber nachhaltige Marken in größeren Größen, damit sie sie länger tragen können. Ist am Anfang vielleicht ein größeres Investment, aber man hat eben auch länger etwas davon. Da ich meistens unisex einkaufe, kann unser Sohn auch die alten Sachen seiner großen Schwester tragen.

 

Eure 5 Tipps, um nachhaltiger zu leben?

 

Christina:

1. Auf jeden Fall den Konsum reduzieren! Hier hilft es sich immer selbst zu fragen: “Brauche ich das wirklich?” Es ist erstaunlich, worauf man alles verzichten kann. Es macht mir sogar immer mehr Spaß “Nein” zu sagen.

2. Kein Essen beim Lieferservice bestellen.

3. So wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfen. Das ist zudem ein positiver Nebeneffekt bei reduzierterem Konsum von Nahrungsmitteln.

4. Regionale Bioprodukte auf dem Markt kaufen.

5. Das eigene Flug- und Reiseverhalten reflektieren und nicht wahllos in jeden Flieger steigen.

 

Stephanie:

1. Wenn ich mir etwas Neues kaufe, sortiere ich dafür immer auch ein altes Teil in meinem Kleiderschrank aus.

2. Genauso handhaben wir es auch mit dem Spielzeug unserer beiden Kids. Zugegeben: Es klappt nicht immer, aber wir arbeiten dran.

3. Ich versuche bei uns im Haushalt Plastik so gut es geht zu vermeiden, auch wenn das bei vier Köpfen nicht immer einfach ist.

4. Bei uns gibt es nur Glasflaschen!

5. Ich versuche beim Kauf der Lebensmittel immer darauf zu achten, dass sie größtenteils aus der Region kommen.

 

 

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Vielen lieben Dank für das Interview und den tollen Einblick, Ihr Beiden!

 

 

 

Text: Yildiz Krahn

Alle Bilder: UND GRETEL PR

Transparenz: Unbeauftragte Werbung 

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