Dieser Beitrag enthält Werbung und *Affiliate Links.

 

 

“What a fucking time to be alive”, schrieb Leandra Medine Cohen gerade erst auf ihrem Instagram. Und ähnliche Zeilen habe ich in den letzten Tagen auch häufiger gedacht. Es sind historische Momente, die gerade durch die Ausbreitung des Coronaviruses passieren. Wir alle sind betroffen, wir alle sitzen in einem Boot, wir alle müssen handeln.

Was aktuell und in den kommenden Wochen zu tun ist, um die Verbreitung von Covid-19 weiter einzudämmen, das weiß inzwischen sicher jedes Kind. Social Distancing. Am besten in den eigenen vier Wänden bleiben, wer kann. Damit wir unsere Gesellschaft schützen und vor allem das Gesundheitssystem nicht überlasten.

Für die meisten bedeutet das also Home Office und für alle, die Kinder haben, zur üblichen Care Arbeit noch Home Schooling und eine Menge extra Bespaßung – ganz wichtig: nicht die Nerven verlieren. Ich denke hier vor allem auch an all die Alleinerziehenden oder Eltern mit pflegebedürftigen Kindern, die diese Aufgabe nun auch noch meistern müssen.

Unsere Kinder sind schon seit einer Woche mit uns zuhause und bisher klappt es noch ganz gut. Wir haben uns zwar einen Plan gemacht, um Struktur in den Alltag zu bringen, aber so richtig strikt wurde dieser noch nicht eingehalten. Muss er auch gar nicht, denn die Hauptsache ist, in dieser ungewissen Situation positiv zu bleiben, füreinander da zu sein, lieb zu sein, den Tag ohne Streitereien zu meistern.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag zwei Sätze aus unserem neuen Alltag aufzuschreiben. Denn unser aller Leben hat sich seit den letzten Wochen schlagartig geändert und dabei sind wir ja gerade erst am Anfang.

Am Wochenende waren wir noch in unserem House June und haben dort an der frischen Luft ein paar Dinge im Garten angegangen. Nun sind wir aber seit Dienstag in den eigenen vier Wänden und gehen nur noch für das Allernötigste raus. Also einer von uns geht einkaufen und dann so, dass man nicht jeden Tag gehen muss. Wir haben zur Erleichterung auch einen kleinen Meal Plan aufgestellt. Diese Woche kochen wir auf jeden Fall noch diese vegetarischen Bällchen nach.

Die Kinder fahren zum Lüften mit dem Fahrrad durch die Straßen, in denen wenig los ist, um sich wenigstens einmal am Tag auszupowern. Die Parks sind leider einfach zu voll, um auch nur durchzufahren. Mal schauen, wie lange das noch möglich ist.

Was man sonst noch tun kann, wenn einem die Decke auf den Kopf zu fallen droht, habe ich hier mal aufgeschrieben.

 

 

To Dos & Home Schooling mit Kindern

 

Alba Berlin macht auf YouTube unter der Woche Sportprogramm für Kita- bis Oberstufen-Kinder. Unsere Luca freut sich jeden Tag darauf.

Die wenigsten von uns sind Lehrer*Innen und Home Schooling fällt sicher nicht allen leicht. Anfangs dachte ich, wir seien nicht ausreichend mit Material von der Schule versorgt und habe daraufhin einen kleinen Einkauf in der Buchhandlung gemacht und Übungshefte für die Erste Klasse und Kita besorgt. Noch findet meine Tochter die Hefte spannend und arbeitet jeden Tag selbstständig ein bisschen darin. Ein paar der Hefte haben einen magischen Schlüssel mit dem sie die Aufgaben selbst kontrollieren und sich mit Stickern belohnen können. Auch die Lern App Anton haben wir aufs iPad geladen, damit Luca üben kann. Die Aufgaben machen ihr bisher so richtig Spaß und fordern sie z.T. regelrecht heraus.

Auf Pinterest findet man kostenlose Malvorlagen zum Ausdrucken für jedes Alter.

Die Sendung mit der Maus läuft nun jeden Tag. Wir schauen am Abend gemeinsam Logo. Da kann man auch als Erwachsener noch etwas lernen. Ansonsten bieten die ZDF Tivi Mediathek und natürlich Netflix viel Programm für Kinder. Selbst die, die sonst wenig Screen Time erlauben, haben zum Teil schon ihre Vorsätze über Bord geworfen. Es sind einfach besondere Zeiten, die besondere Massnahmen erfordern.

Was bei uns immer ein Hit ist: Gemeinsam aus alten Kartons Häuser, Raketen, Autos oder Pferdeställe bauen. Sowieso Höhlen mit den Sofakissen und Wäscheständern bauen.

Andrea von Wlkmdys hat die schönsten Bastelsets und Materialien in ihrem Onlineshop.

Der Tip Toi wird gerade häufig zur Hand genommen. Wir haben zu den Büchern auch ein paar Spiele auf Kleinanzeigen gefunden.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Andrea Potocki WE LIKE MONDAYS (@wlkmndys) am

 

Kinetischen Sand, bunte Knete, Salzteig oder Kaltporzellan selber machen. Den Glitzer würde ich allerdings weglassen.

Schleichtiere in Wasser einfrieren – die Kinder sind damit erstmal eine Weile beschäftigt.

Mit größeren Kindern kann man schon Freundschaftsarmbänder flechten oder Schmuckstücke basteln. Auch schön und noch auf unserer To Do Liste: ein Wall Piece aus Stöckchen, Muscheln und anderen Holzteilen basteln.

Unsere Kleine bastelt gerne aus Play Mais Figuren und Bilder.

Ansonsten pflegen wir gemeinsam unsere Pflanzen, wischen regelmäßig alle Blätter ab und gießen sie, schauen ob neue Blätter kommen. Auch das ist eine kleine Beschäftigung, die sie übernehmen können.

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Loria Stern (@loriastern) am

Ein paar Ideen für die kommenden Wochen

 

Bewegen. Yoga oder Pilates am Morgen machen. Auf Instagram bieten sogar einige Teacher, wie Anna Weihrauch Live Sessions an.

Gut essen. Viele, neue Rezepte ausprobieren. Und backen. Vorgestern gab es Zimtschnecken, heute Soft baked Lemon Cookies. Ich liebe das neue Buch Einfach himmlisch gesund von Lynn Hoefer.

Die Zeit nutzen, um die Wohnung und den Kleiderschrank auszusortieren. Was nicht mehr passt oder gefällt bei Ebay, Vestiaire Collective und verkaufen. Oder spenden.

 

 

 

 

Ein Zufluchtsort in der eigenen Wohnung – das Badezimmer. Ich freue mich auf ein warmes Bad mit einem schönen Zusatz und einer Gesichtsmaske.

Wände Streichen im Wohnzimmer.

Gitarre spielen lernen.

Endlich die Fotoalben erstellen, die noch immer von Reisen ausstehen.

Audio Sprachkurs bzw. Apps, um Fremdsprachen aufzubessern. Wirklich Spaß macht z.B. Duolingo.

Endlich das vor Monaten angefangene Buch zu Ende lesen.

Mit der Zahnbürste die Fliesen im Bad putzen.

 

Die Steuererklärung machen, bzw. habe ich diese sogar schon Anfang der Woche gemacht. Ich werden in den kommenden Tagen noch alle losen Unterlagen ordentlich in Ordner abheften und meinen Arbeitsplatz einrichten. Damit zumindest einer von uns sich zum Arbeiten zurück ziehen kann.

Sich an Blumen erfreuen. Wenn man einen Balkon oder Garten hat, dann ist jetzt der richtige Moment, um bienenfreundliche Blumen zu pflanzen.

Briefe oder selbst gemalte Postkarten an seine Liebsten schreiben.

Stickrahmen, Strickliesel (für Kinder schon geeignet) oder Stricknadeln rausholen und kreativ werden.

Eine Runde im Wald laufen gehen – solange es noch möglich ist.

Diffuser laufen lassen. Mit einer beruhigenden Mischung aus ätherischen Ölen – zum Beispiel von Primavera. Die gibt’s im gut sortierten Reformhaus oder in manchen Apotheken. Da diese noch geöffnet haben, kauft sie am besten direkt dort.

Tanzen! Jeden Tag seine Lieblingsmusik anmachen und tanzen. Das hilft immer. Wer nach Choreographie tanzen möchtet, schaut mal bei @dsdanceschool vorbei.

Wer noch auf der Suche nach einem schönen Jogginganzug oder andere hübscher Loungewear ist, oben habe ich ein paar Favoriten zusammengetragen. Besonders spannend finde ich gerade diese Labels: The Pangaia, Entire World und Colorful Standard und natürlich Everlane.

 

 

Abschließend möchte ich aber noch sagen: Stresst Euch bloß nicht. Tut nur, was sich in dieser Zeit gut für Euch anfühlt. Seid lieb zu Euch, Euren Kindern und Partnern. Und wenn die Kinder mal länger vor dem TV sitzen oder Ihr mal ein paar Tage Pause von den Schulaufgaben macht, dann geht die Welt davon auch nicht unter. Eigentlich finde ich die Zeilen von Lucas Lehrerin mittlerweile sehr verständlich und richtig toll. Im Grunde schrieb sie den Kindern, sie sollen jeden Tag ein bisschen lesen, ein paar Zahlenspiele zwischendurch mit den Eltern machen, malen, sich bewegen und gemeinsam mit der Familie das Beste aus der ungewohnten Situation machen. Das Zuhause ist keine Schule und es geht vor allem bei den jüngeren Schulkindern darum, am Ball zu bleiben.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

If you a) are stressed out by all the content encouraging you to treat self-quarantine like some kind of creative/wellness retreat and/or b) don’t have access to a therapist, here are some things I took away from a FaceTime with mine this morning: 1. Everyone deals with anxiety differently. Some people get manically productive, others become the opposite. Where you fall is not your choice. 2. We are embroiled in unprecedented chaos, learning new and terrifying things every day. The idea that you should and can achieve a sense of order in how you go about your day, work, or general wellbeing is unrealistic. Forgive yourself for feeling scattered, unfocused, and paralyzed. 3. It is okay to have needs that run counter to your self-conception. Listen to your needs. They may be different from other people’s. 4. Everything has turned upside down—you cannot undo that through hard work. If you delude yourself into thinking you can, you are introducing more pressure into an already stressful situation and will most likely spiral further, making your sense of paralysis a self-fulfilling prophecy. 5. You will not fully comprehend this situation until you have some distance from it. You cannot force comprehension. 6. Any energy you spend beating yourself up for not “making the most” of a global pandemic (so fucking dark!!!) is energy stolen from you by capitalism. You are more than your output. (Repeat 3x)

Ein Beitrag geteilt von Haley Nahman (@halemur) am

Credits Collage

 

ARKET fleece hoodid (recycled material)

ARKET yoga bra

ARKET grey alpaca pants

VITRUVI diffuser

HERBIVORE calm bath salt

THE FRANKIE SHOP yellow sweater

THE PANGAIA grey tracksuit

ARKET cashmere turtleneck (recycled material)

ANGELA CAGLIA rose quartz gua sha stone

PRIMAVERA aroma oil ravintsara

MUUTO flower vase

LES TIEN violet track pants

 

 

Macht es Euch schön. Und bleibt vor allem gesund.

 

Folge:

2 Kommentare

  1. Nora
    21/03/2020 / 1:03 AM

    Danke für diese schönen Zeilen und Inspiration. Ich finde, du hast genau die richtigen Worte gefunden und ihr als Familie geht toll mit der Situation um. Bleibt gesund!

    • ari
      Autor
      21/03/2020 / 11:23 AM

      Vielen Dank für deine warmen Zeilen. Ich freue mich sehr darüber. Dir und deinen Lieben auch alles Gute für die kommende Zeit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere