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Von unserer letzten Kalifornienreise habe ich zugegebenermaßen noch nicht viel hier auf dem Blog geteilt…das lag vor allem daran, dass es mir jedes Mal einen kleinen Stich ins Herz versetzt, sobald ich nur die Fotos auf meinem Mac oder meiner Festplatte öffne. Kalifornien erweckt in uns die schönsten Erinnerungen, die wir gemeinsam als vierköpfige Familie gemacht haben. Und es vergeht selten ein Tag, an dem wir nicht an LA denken oder von den Abenteuern mit unserem Bulli am Pacific Coast Highway reden. Dieses Kalifornien hat uns so richtig den Kopf verdreht und wenn mich jemand fragt, was wir daran so lieben, dann bekomme ich fast immer einen hochroten Kopf, sofort feuchte Augen und habe einen dicken Klos im Hals. Und so geht es mir ehrlich gesagt auch, wenn ich versuche, ein paar Zeilen über unsere Reisen zu tippen. Ich denke dann oft, die Sehnsucht und das Fernweh würde so groß werden, dass ich ganz schnell wieder einen Flug buchen müsste. Und so widme ich mich dann lieber einem anderen Thema.

Als kurz nach unserer Reise eine Mail von Sarah und Tine von Gretas Freunde kam, ob wir nicht Teil ihres neuen Buches „Tiny Adventures – Unterwegs mit Sack und Minipack“ sein wollen, fiel mir die Entscheidung deutlich leichter.

Die Texte standen, aber für die Bildauswahl, die mir bei der großen Menge an Motiven so unglaublich schwer fiel, ging ich eines Nachmittags mit meinem Laptop und Festplatte unterm Arm in das Atelier von Sarah und Serena und stöberte mit beiden gemeinsam durch die Tausenden von Fotos. Dabei lernte ich die beiden Frauen und ihre knuffigen Babys Anuk und Ole, die auch im Atelier waren, noch ein bisschen näher kennen. Ich wusste schon da, dass dieses Buch über das Reisen mit Kindern ein tolles Projekt wird und ich stolz sein kann, ein Teil davon zu sein.

Letzten Freitag war es dann soweit: Launchtag! und ich konnte endlich das finale Ergebnis in meinen Händen halten. Herausgekommen ist ein 300 Seiten dickes Buch mit unterschiedlichsten, ehrlichen Reisegeschichten, Zielen, die akutes Fernweh verursachen und Tipps & Tricks zum Verreisen mit Kindern und natürlich den schönsten Illustrationen von Sarah.

Fragen, wie man zum Beispiel einen 15 Stunden-Flug mit Krabbelkäfer schafft oder nebenbei auf einer Reise noch arbeiten kann, beantworten euch unter anderem Courtney Adamo, Julie D. O`Rourke von Rudy Jude, Julia von The Vista, oder Valeria von Monkind und meine Wenigkeit.

 

INTERVIEW

 

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie Du mir damals zu der Geburt von Luca und dem gleichzeitigen Beginn Deiner Karriere netterweise ein kleines Paket mit einem Buch und dem kleinen süßen Wal geschenkt hast. Mittlerweile findet man Deine Produkte in zahlreichen Concept Stores. Wie würdest Du Deinen Werdegang beschreiben?

Gretas Schwester hat mit einigen selbstgebastelten Postkarten, Kalendern und Büchern auf dem Boden meines Bremer WG-Zimmers begonnen. Damals bewarb ich mich gerade bei allen möglichen Verlagen und suchte Ablenkung von einem Studium, welches so gar nicht zu mir passte. Ich merkte schnell, dass mein Interesse an Geburtsgeschenken bestand, die nicht rosa oder hellblau waren und besuchte im folgenden Jahr viele Designmärkte, baute einen eigenen Onlineshop auf und knüpfte viele Kontakte. Ich stellte meine Produkte in den ersten kleinen Läden vor und baute meinen Instagram-Account aus. Zu meinem Erfolg gehört aber auch eine riesige Portion Glück. Die Leute wollten genau zu der Zeit, als ich angefangen habe, Sachen im selbst gemachten Stil haben.

 

 

Wie sieht denn ein typischer Tag in Deinem Alltag aus?

Wenn ich alleine mit Anuk bin, stehen wir meistens um 7:30 Uhr auf, ich koche Tee und mache Porridge für uns Beide. Danach gehen wir raus und erledigen Besorgungen oder wir spielen in ihrem Zimmer. Anschließend bekommt Anuk ihr Mittagessen und macht dann zwei Stunden Mittagsschlaf. Währenddessen setze ich mich dann das erste Mal an diesem Tag an den Laptop oder an den Farbkasten und arbeite. Nachmittags gehen wir auf den Spielplatz und treffen Freunde. Nach dem Abendessen geht Anuk so gegen 19:00 Uhr ins Bett, bekommt Henriette Bimmelbahn vorgelesen und schläft dann ein. Im Anschluss koche ich etwas zu Essen für mich und im besten Fall auch das Mittagessen für den nächsten Tag. Danach arbeite ich dann noch einige Stunden.

 

 

Du bist im letzten Jahr Mama geworden. Wie bekommst Du Deine kleine Familie und Dein eigenes Business unter einen Hut?

Mit einer großen Portion Teamwork, arbeitsintensiven Abenden und sehr produktiven zwei Stunden während des Mittagsschlafs.

Anuks Papa ist beruflich entweder ganz weg oder ganz da. Das bedeutet, wenn er da ist, verbringt er viel Zeit mit ihr und ich kann auch mal einen ganzen Tag ins Atelier. Wir haben unsere beiden Familien in Berlin und Freunde mit Kindern, die auch gerne mal einspringen, wenn die Hütte brennt. Im Atelier habe ich eine tolle Assistentin, die mir dort den Rücken frei hält.

Aber natürlich ist es nicht immer einfach und das anfängliche #howweworkrightnow mit klein Anuk im Tragetuch und ich vor dem Aquarellkasten, passiert hier nicht mehr. Wenn ich mit meiner Tochter zusammen bin, dann ist Arbeiten meist nicht möglich oder nur sehr eingeschränkt. Auf der anderen Seite hatte ich anfangs oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich arbeiten gegangen bin. Da sie aber zuhause mit ihrem Papa mindestens genauso glücklich ist wie mit mir und ich meinen Job einfach zu gerne mache, ist auch das mit der Zeit besser geworden.

 

Sarah, Christine und Serena im Atelier  (v.l.)

 

Wovon lässt Du Dich für Deine Designs inspirieren?

Reisen! Sie sind meine Inspirationsquelle Nummer 1. Kalifornien und Island waren da besonders prägend, aber auch Kopenhagen, Portugal oder einfach Brandenburg. Ich liebe es unterwegs zu sein und brauche es für meine Arbeit.

Außerdem liebe ich es, zu Musik zu malen oder mir Bilder zu Romangeschichten auszudenken.

 

 

Musik war mein Stichwort! Welcher Soundtrack läuft bei Euch im Büro?

Oh, schöne Frage. Im Büro läuft viel Radio FluxFm oder die Harry Potter Hörbücher. Ansonsten viel Indie-Musik wie Mumford & Sons, Lord Huron oder Vance Joy.

 

Eine Frau, die Du gerne mal treffen würdest…

Astrid Lindgren. Ich würde gerne mit ihr bei Zimtschnecken über starke Mädchen, Inspiration und ihr Leben als Ikone reden. Was muss das für ein Gefühl sein, wenn jedes Kind mindestens eine Geschichte von einem kennt?

 

 

In Tiny Adventures habe ich ein paar meiner Lieblingslabels entdeckt. Bei welchen Designern wirst Du schwach?

Babaa, Shop Doen und Christy Dawn

 

 

  

Nochmal zurück zum Thema Urlaub: Inwiefern hat sich durch Deine Tochter das Reisen verändert?

 

Wir haben keine Lust mehr lange im Flieger zu sitzen und haben eingesehen, dass Citytrips für Einjährige langweilig sind. Wir bleiben länger an einem Ort und planen die Tage um den Mittagsschlaf herum. Das ist auch völlig in Ordnung, Offen gestanden, vermisse ich aber schon das einfach Losmachen-Gefühl und sich treiben zu lassen. Ich kann es kaum erwarten, bis sie älter ist und ich ihr die große, weite und wunderbare Welt zeigen kann.

 

 

 

An welchen Ort treibt es Euch immer wieder zurück?

Im Geiste auf jeden Fall nach Island. Die Insel mit den wilden Pferden, schwarzen Kraterlandschaften, freundlichen Meerbewohnern und heißen Quellen hat mich so sehr verzaubert, dass ich einige Tränen vergossen habe, als unsere Reise zu Ende ging.

 

In welcher Situation bist Du auf Reisen mit Deiner Familie schon mal an Deine Grenzen gekommen?

Unsere Portugalreise hatte so einige Höhen und eine gehörige Portion Tiefen. Von randalierenden Babys im Flugzeug, über eine Nacht in einem Zelt mit schreiendem Nachwuchs, welches sehr nah zu anderen besetzen Zelten stand, bis hin zu einer Unterkunft, die keine Kinder erlaubte. Die ganze Geschichte dazu habe ich übrigens in unserem Buch “Tiny Adventures” aufgeschrieben.

Trotzdem glaube ich, dass Verreisen auch mit und vor allem für das Kind wichtig ist. Und seit dieser einen Nacht mit zahnendem Baby kann uns so schnell nichts mehr umhauen.

 

 

Wie schaffst Du Dir trotz Familie im Urlaub Zeit für dich? Oder auch im Alltag?

Oh das ist etwas, an dem ich im nächsten Jahr arbeiten möchte. Neben Familie und Arbeit bleibt eigentlich keine Zeit für mich selbst. Das ist auch in Ordnung so, denn ich finde in meinem Job häufig ruhige Momente und das Malen ist für mich Entspannung. Trotzdem möchte ich bald wieder zum Yoga gehen, vielleicht auch mal alleine ins Café oder in einem Buch mehr als drei Seiten lesen.

 

Apropos lesen: Wie kam es zu Euren Buchideen und sind noch mehr geplant? 

Die Idee kam uns auf dem Spielplatz. David, Anuk und Ole waren noch ganz klein und uns kribbelte es trotzdem schon unter den Fingernägeln, neue Projekte zu starten. Das Thema Reisen beschäftige uns damals schon sehr intensiv. Vor der Geburt hatten wir noch getönt, dass wir uns sofort wieder losmachen, wenn die Kleinen da sind. Später bekamen Serena und ich dann doch kalte Füße, als wir die kleinen Bündel im Arm hielten. Die Kleinen hatten schließlich ganz andere Bedürfnisse, als 12 Stunden lang im Flieger nach Mexiko zu sitzen oder mit dem Bulli durch Bali zu fahren. Tine hingegen, David ist ja schon der dritte Spross, lässt sich vom Kleingemüse so gar nicht abhalten, die Welt zu entdecken. Wir fanden einfach, dass das Thema auf jeden Fall ein Buch wert ist. Und wir hatten so viel Freude die Fenweh-Geschichten zu sammeln und Tipps zum Reisen mit Kind zusammen zu tragen. Eines steht fest: Dieses Buch wird mit Sicherheit kein Einzelkind bleibt!

 

Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah. Ich wünsche Dir und Deinem Team ganz viel Erfolg mit Eurem neuesten Baby und für alles Weitere, das noch geplant ist!

 

 

Das Buch ist ab jetzt im Onlineshop für 39 Euro erhältlich. Ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Reiselustigen. Übrigens: Am 17. November um 18 Uhr findet im Wildhood Store in der Weichselstraße 22 in Berlin eine kostenlose Lesung statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

Folge:

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