GUEST EDIT

Wenn ich mit meinen Bekannten aus der Heimat über Berlin spreche, bekomme ich meistens das zu hören: Berlin ist ja so aufregend, vielseitig und wahnsinnig dynamisch, oder? Da stimme ich zu, sehr sogar. Berlin ist nach langer Zeit mein richtiges Zuhause geworden, in dem ich mich wohl und geborgen fühle. Meine Wohnung, mein Kreuzberger Kiez und meine Freunde und Kollegen, die ich hier gefunden habe, würde ich nur ungerne wieder eintauschen wollen. Manchmal ist Berlin aber auch einfach ein bisschen viel – viele Menschen, die viel zu tun haben und ihr Umfeld gar nicht mehr wahrnehmen können. Viel Hype und viele Trends, die ich gar nicht mehr wahrnehmen möchte. Es herrscht eine enorme Aufmerksamkeit auf Dinge, die morgen schon wieder irrelevant sind. Ja, manchmal frage ich mich dann doch, ob es nicht an einem anderen Ort entspannter zugehen würde. Vermutlich schon. Was mich neben meinen Freunden und meiner Familie trotzdem hier hält? Die Möglichkeiten und Freiheiten, das zu tun, worauf ich Lust habe. Mir in einer so großen Stadt meinen persönlichen kleinen Radius mit den Menschen und Vorlieben zu schaffen und mein Leben beinahe grenzenlos gestalten zu können. Das habe ich hier jedenfalls sehr schnell bemerkt und schätzen gelernt! Sei es Kultur, Kunst, Mode, die Auswahl an kulinarischen Highlights oder die einfache Vernetzung mit Leuten, die dieselben Visionen teilen und einen mit neuen Perspektiven bereichern – Berlin hat in der Hinsicht so viel für mich möglich gemacht.

Mittlerweile bin ich durch den Job und manchmal auch der Routine wegen zeitlich ziemlich eingespannt und seltener unterwegs, als ich manchmal gerne möchte. Trotzdem versuche ich, so gut es eben geht, Dates mit Freunden unter der Woche einzubauen und mit ihnen neue Spots meiner Wahlheimat zu erkunden. Genau diese Erfahrungen möchte ich in meine neue Berlin City Guide Serie einfließen lassen und mit Euch ein paar meiner Berliner Lieblingsorte teilen. Von Bezirk zu Bezirk geht’s zum besten Kaffee der Umgebung, den leckersten Kuchen, zu atmosphärischen Bars und den schönsten Plätzen der Stadt. On top gibt’s noch den einen oder anderen Shopping Tipp! Kling ganz gut, oder?

Für meinen ersten Artikel dieser Serie setzen wir uns in eine der überfüllten U-Bahnen Richtung Neukölln und erkunden die Highlights der Südberliner Ecke. Kaum ein Bezirk hat sich in den letzten Jahren so sehr verändert wie dieser. Wer vor einigen Jahren noch den Hermannplatz gemieden hat, ist heute vergeblich auf der Suche nach einer Wohnung im Reuterkiez nahe des Bahnhofs. Neue Cafés, Restaurants und ausgefallene Ladenkonzepte haben für viele den Bezirk aufgewertet und ihn zu einer der beliebtesten Wohngegenden der Hauptstadt gemacht. Auch mich treibt es aufgrund der Vielzahl an Lokalitäten und Geschäften immer mal wieder nach Neukölln. Welche Orte unbedingt einen Besuch wert sind? Los geht’s mit meinem Guide irgendwo zwischen Obstständen, Handyshops, Naturweinen und Fine Dining.

 

HOT SPOTS

STADTBAD NEUKÖLLN

Den Anfang machen wir mit einem meiner absoluten Lieblingstipps: Das Stadtbad Neukölln ist nämlich nicht einfach nur ein Schwimmbad – es gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Gebäuden Berlins. Inmitten von Rixdorf steht die denkmalgeschützte Halle, die vielmehr einem griechischen Tempel gleicht. Zwischen Säulen, Mosaiken und riesigen Fenstern schwimmt es sich nicht nur besonders gut, die Atmosphäre und das Licht sind unglaublich entspannend und einzigartig. Wer auf der Suche nach Wellness für zwischendurch ist, kommt in der Saunalandschaft auf jeden Fall auf seine Kosten. So oder so: Rixdorf ist immer eine gute Adresse – vor allem am Richardplatz lassen sich zwischen den zahlreichen Neu- und Altbauten auch einige alte Fachwerkhäuser und Remisen finden, die in der Konstellation absolut surreal aussehen und in Berlin einmalig dort zu finden sind. Und auch wenn wir uns erstmal über den beginnenden Frühling freuen, irgendwann ist es dann wieder soweit: Als Insider-Tipp taugt er nicht mehr, aber der jährliche Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt dürfte für alle mit viel Ausdauer und wenig Scheu vor Menschenmassen ein winterliches Highlight sein!

 

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Stadtbad Neukölln, Ganghoferstraße 3, 12043 Berlin

 

KÖRNERPARK

Wer vor allem im Sommer lieber im Freien ist, packt seinen Picknickkorb samt Familie und Freunden ein und fährt zum Körnerpark. Die ebenfalls in Rixdorf gelegene Grünanlage, bietet nicht nur eine optimale Möglichkeit, mitten in der Stadt ein wenig Auszeit in der Natur zu nehmen, sondern hat zudem ein tolles Programm an Kunst, Musik und Kultur im Repertoire. Im Sommer können unterm Sternenhimmel das Freiluftkino und Konzerte besucht, oder in der Kreativwerkstatt an Workshops und Lesungen teilgenommen werden. Kleiner Tipp: In der Orangeriet nebenan kann man nach einem guten Kaffee und Kuchen im Anschluss Ausstellungen in der Galerie besuchen. Das gesamte Programm findet Ihr hier. Jetzt, da der Frühling sich endlich ankündigt, steht der nächste Ausflug auf jeden Fall auf meiner To-Do-Liste.

 

 

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Körnerpark, Schierker Str. 8, 12051 Berlin

 

 TEMPELHOFER FELD

Richtung Schillerkiez wird es ein wenig sportlicher. Das Tempelhofer Feld gibt einem nämlich jede Menge Gelegenheiten aktiv zu werden. Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Ausflug auf das ehemalige Flugfeld erinnern – die Weitsicht, die mir in Berlin sonst so sehr fehlt, die riesige naturbelassene Fläche und die Bier- und Gemeinschaftsgärten haben mich völlig geflasht. Nachdem der Flughafen 2008 geschlossen wurde, stand ziemlich lange gar nicht fest, was mit den 255 Hektar passieren sollen. Mittlerweile werden die alten Flugbahnen zum skaten, joggen, Fahrrad fahren oder einfach nur zum relaxen genutzt. Man hat das Gefühl, fernab von der Großstadt zu sein, obwohl man mittendrin ist. Übrigens: Auf dem Weg zum Feld unbedingt bei Mos Eisley eine Kugel von dem leckeren Sorbet essen. Eine lange Schlange muss zwar eingeplant werten, das Warten lohnt sich aber: definitiv das beste Eis in der Umgebung!

 

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Tempelhofer Feld, Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin

 

REUTERKIEZ

Die wohl tollste Schnittstelle in Berlin ist meiner Meinung nach der Reuterkiez, der zwar zu Neukölln zählt, aber nur haarscharf Kreuzberg verfehlt hat. Zuallererst ist die Weserstraße zu erwähnen, in der man alles hat, was man sich von einem Kiez wünscht: tolle Bars, sehr gute Restaurants, nette kleine Geschäfte, Ateliers und Cafés. Das Highlight in der Ecke ist das Wolf Kino, das neben den prominenten Streifen auch viele Independent Filme und Klassiker in der Originalfassung zeigt. Zu Wein und Bier an der Bar hinten dran werden Schauspieler und Regisseure eingeladen, im direkten Austausch mit dem Publikum zu sein. Hierfür einfach mal im Programm nachschauen. Das Beste an dem Viertel ist allerdings die Nähe zum Kanal – das Maybachufer schafft samt der kulinarischen Highlights und dem Wochenmarkt mittwochs und samstags eine ganz eigene Stimmung, die immer einen Besuch wert ist. Nicht nur, wer schon ewig nach dem einen bestimmten orientalischen Gewürz gesucht hat, wird dort auf jeden Fall fündig werden. Einfach mal durch die Stände probieren und absolute Schnäppchen machen!

 

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Kino Wolf, Weserstraße 59, 12045 Berlin

 

CAFÉS

SELIG

Direkt an der Kirche am Herrfurthplatz offenbart sich ein wahres Frühstücks-Paradies, denn im Selig schmeckt es einfach himmlisch. Besonders im Sommer, wenn man draußen auf dem Kirchplatz zu schön angerichteten Pancakes oder zur leckeren veganen Sauerteigstulle das Getummel im Kiez beobachten kann. Die Karte bietet eine tolle Auswahl an Frühstücksideen von Klassikern wie der Käseplatte bis hin zu Acai Bowls. Einziges Manko? Am Wochenende gilt first come first serve, daher ist eine Reservierung leider nicht möglich. Wer allerdings keine zu großen Ansprüche an den Platz hegt, wird in dem großen Raum auf jeden Fall ein kleines Plätzchen finden. Unbedingt auch die Wochenkarte auf dem Schirm haben und die wechselnden Mittagsgerichte probieren. Außerdem bietet das Selig spannende Events abseits der kulinarischen Highlights: Ob der Holy Brunch mit performenden Drag Queens oder der Launch vom nachhaltigen Luxiders Magazin – neben gutem Essen findet Ihr auch gute Unterhaltung und einen sehr netten Service. Auf Instagram bleibt Ihr immer up to date! Kleine Randnotiz: Schaut am besten samstags vorbei, stöbert Euch im Anschluss durch den kleinen Wochenmarkt im Schillerkiez und entdeckt Obst, Gemüse und Feinkost von regionalen Bauern und Händlern.

 

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Selig Berlin, Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin

MAISON HAN

Vietnamesisch Frühstücken? Ja, das war mein erster Gedanke, als mich meine Freundin gefragt hatte, ob wir ins Maison Han gehen möchten. Ich liebe Pho, Bans, das frische Gemüse, die Gewürze – aber Frühstück habe ich ehrlicherweise nie mit der Küche assoziiert. Also war klar: Ich muss es ausprobieren! Das stilvoll eingerichtete Café in der Pannierstraße macht schon optisch ziemlich was her. Innen ist es gemütlich, minimalistisch eingerichtet und es duftet fabelhaft nach Kaffee und frischen Kräutern. Erwischt man einen Platz am Fenster, kann man mit Blick nach draußen zu unfassbar guten Crêpes, belegten Baguettes und dem besten Mangojoghurt weit und breit entspannt Zeitung lesen und arbeiten. Vor allem Vegetarier kommen auf ihre Kosten: Die Karte ist gefüllt mit vielen fleischfreien Gerichte, die frischzubereitet werden und außergewöhnlich schmecken. Eine wunderbare Frühstücksalternative zu den gängigen Varianten.

 

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Maison Han, Pannierstraße 40, 12047 Berlin

 

CAMON

Für die Berliner Freelancer, die noch eifrig nach einem entspannten Arbeitsplatz abseits der eigenen vier Wände suchen, denen kann ich das Camon in der Nähe vom Hermannplatz wirklich nur ans Herz legen. Die netteste Bedienung der Stadt erwartet Euch mit frischen Croissants, belegten Stullen und sehr gutem Kaffee. In dem kleinem Raum ist die Atmosphäre sehr familiär und entspannt, man kann in Ruhe seine To-Dos abhaken und sich gleichzeitig was Gutes tun. Übrigens: Das Camon befindet sich auf der Sonnenallee sogar auf der Sonnenseite! Sobald der Frühling durchstartet findet Ihr mich nur noch auf der gut platzierten Bank im Freien ein paar Sonnenstrahlen einfangen!

 

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Camon, Sonnenallee 27, 12047 Berlin

 

OKAY CAFÉ

Ein Stück Schweden in Berlin abseits von Ikea? Gibt es! Und zwar in der Pflügerstraße. Im Okay Café habt ihr die Möglichkeit eine richtige Fika mit Kaffee und selbst gemachtem Gebäck zu genießen. Immerhin zelebriert keine andere Kultur eine süße Pause so schön wie die schwedische. Das größte Plus ist definitiv die Auswahl an verschiedenen Sorten der leckeren Buns, die es jeden Tag in einer anderen Sorte zu probieren gibt. Neben der klassischen Zimtschnecke, die es jeden Tag zu ordern gibt, könnt Ihr Euch zum Beispiel durch Blaubeer-, Vanille- und Kardamom-Varianten schlemmen. Die gesamte Auswahl gibt’s hier! Strategisch gesehen natürlich kein schlechter Move – so könnte ich dort sieben Tage die Woche verbringen. In Schweden steht der Kaffee ganz oben auf der Qualitätsliste, daher findet Ihr auch im Okay Café nur den besten aller Kaffees. Außerdem empfehlenswert ist die herzhafte Frühstücksauswahl an Omelettes und Toasts und die wechselnden Mittagskarte mit frischen Salaten und Suppen. Aber nicht nur das Essen ist sehr skandinavisch, auch die Einrichtung lässt sich sehen: Das typisch minimalistisch cleane Interieur versetzt einen jedenfalls für kurze Zeit nach Stockholm in eines der gemütlichen Spots in Södermalm. Wer braucht da schon Ikea?!

 

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Okay Café, Pflügerstraße 68, 12047 Berlin

 

ROAMERS

Okay zugegeben: Das Roamers ist absolut kein Geheimtipp mehr. Das sieht man dann auch an der ewig langen Schlange an Menschen, die sehnlichst auf einen Platz warten. Trotzdem sollte das kleine Café in der Pannierstraße auch nicht auf meiner Liste fehlen. Warum das Roamers so beliebt ist? Mal abgesehen von der hübsch anzusehenden Frühstücksauswahl würde ich behaupten, dass doch tatsächlich die Einrichtung und der Charme des Cafés so viele Leute anzieht. Ich bin jedes Mal begeistert von dem naturbelassenen Interieur aus Holzmöbeln und den vielen Pflanzen, die einen von allen Seiten umgeben. Fast paradiesisch! Und das Essen? Ist teilweise fast zu schön, um es zu verzehren. Alleine die Bilderauswahl auf Instagram spricht für sich. Reservierungen sind leider nicht möglich, daher ganz früh hin oder, möglichst nicht mit leerem Magen, spontan vorbeischauen. Warten lohnt sich aber!

 

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Roamers, Pannierstraße 64, 12043 Berlin

 

RESTAURANTS

GORDON

Seitdem ich mich immer mehr mit der vegetarischen und Teilzeit mit der veganen Küche beschäftige, bin ich ständig auf der Suche nach neuen internationalen Gerichten. Zu meinen absoluten Favoriten gehört israelisches Essen – ganz ohne Fleisch, Fisch und Milchprodukte, hat man eine große Auswahl an gesunden und außergewöhnlichen Zutaten, die ein wenig Variation in das routinierte Kochverhalten bringen. Ich hätte nicht gedacht, dass man so viel aus Nüssen, Hülsenfrüchten und Granatäpfeln machen kann. Zum Glück musste ich gar nicht lange nach einem authentischen israelischen Restaurant suchen – bei einem Spaziergang durch den Schillerkiez bin ich zufällig an dem nett eingerichteten Gordon vorbeigelaufen und wusste sofort, dass ein Besuch sobald wie möglich anstehen soll. Das Essen ist unglaublich lecker, sodass ich es (bisher) nicht besser Zuhause machen könnte. Ob Rote Bete Carpaccio, Falafel, Hummus – Veggies kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Das wirklich Tolle am Gordon ist jedoch die Kombination aus dem wirklich gutem Essen und selbst gespielter Musik. Die Inhaber stammen beide aus Tel Aviv und sind für die Clubszene nach Berlin gezogen. Wenn Ihr also Glück habt, könnt Ihr ein unglaubliches Baba Ganoush zu hauseigener Tanzmusik genießen – die Turntables stehen jedenfalls täglich bereit, bespielt zu werden.

 

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Gordon, Allerstraße 11, 12049 Berlin

 

PALSTA

Zurück zu den Skandinaviern: Wer den Norden liebt, liebt höchstwahrscheinlich auch den guten Fisch. Und für diejenigen habe ich jetzt einen absoluten Schmankerl, denn nicht weit entfernt vom Gordon, befindet sich das Palsta. Meinen ersten Besuch wollte ich eigentlich nur den ausgezeichneten Naturweinen widmen, von denen meine Freunde so lange geschwärmt hatten. Nachdem ich aber beim Tisch gegenüber auf die gut riechenden Gerichte geschielt hatte, musste beim nachten Besuch unbedingt das Menü getestet werden. Das Konzept ist simpel: Zwischen vielen kleinen Gerichten wählt man eine Vielzahl an Tapas aus, die man sich mit seiner Begleitung teilt. Sharing is caring, sozusagen. Und das macht wirklich Spaß, ist viel interaktiver und man hat die Möglichkeit, sich durch viele Leckereien zu probieren. Die Zutaten sind qualitativ sehr hochwertig, das riecht man nicht nur, sondern schmeckt man auch – vor allem der Lachs war eine wirkliche Offenbarung. Ach ja, die Weinauswahl ist übrigens genial!

 

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Palsta, Oderstraße 52, 12049 Berlin

 

CON THO

Veganer, aufgepasst: Denn mein nächster Tipp könnte Euer neuer Hot Spot in Berlin sein. Das Con Tho liegt etwas versteckt am Hermannplatz gegenüber von der Hasenheide. Die Ecke war ehrlicherweise nie mein liebstes Ziel in der Hauptstadt, für die vietnamesischen Köstlichkeiten lohnt sie sich aber allemal. Beim Betreten des Lokals fallen als Erstes die liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten auf. Zwischen Bambusstäben und Gräsern bestellt man eine der leckeren, selbst gemachten Limonaden und stöbert durch die riesige Auswahl an Menüs. Das Con Tho bietet neben den vietnamesischen Klassikern viele innovative Gerichte an, die man am liebsten alle einmal durchprobieren möchte – alles vegan oder vegetarisch und frisch zubereitet. Wer sich sonst mit einer Seite auf der Speisekarte zufrieden geben muss, hat dort vielmehr Entscheidungsprobleme zwischen all den gut klingenden Gerichten das Richtige zu wählen. Macht nix – ein Grund mehr, immer mal wieder zur Hasenheide zu fahren!

 

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Con Tho, Hasenheide 16, 10967 Berlin

 

CAPPERI

Traditionelle italienische Küche findet ihr im Capperi. Die Besitzer stammen aus Calabrien und haben bei ihrem Umzug nach Berlin alle Köstlichkeiten ihrer Heimat mit eingepackt und das kleine Lokal in Kreuzkölln eröffnet. Das Schöne an dem Restaurant ist auf jeden Fall die Lage direkt am Landwehrkanal. Vor allem im Sommer lädt ein Spaziergang am Ufer mindestens auf einen Aperol Spritz im Außenbereich ein. Der zweite Pluspunkt ist die Ungezwungenheit. Wenn ich eine Sache besonders an Italien schätze, dann ist es die lockere Atmosphäre – du kannst, aber musst nie. Und das vermittelt auch das Capperi. Probiere dich ruhig durch die schöne Auswahl an Antipasti, bestelle nochmal das eingelegte Gemüse nach, lass dir eine Scheibe Provola oder Arrosto abschneiden und entscheide danach, ob und welches Hauptgericht Du essen magst. Hast Du bei deinem letzten Italienurlaub etwas gegessen, das du unbedingt nochmal bestellen möchtest? Dann frag auf jeden Fall bei dem netten Personal nach – mit Sicherheit machen sie Dir gerne Dein Lieblingsgericht oder bieten Dir eine faire Alternative an. Ganz wichtig: Unbedingt noch Platz für die Desserts lassen – das Panna Cotta ist ein Traum!

 

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Capperi, Pannierstraße 32, 12047 Berlin

 JAJA

Ja ja, da ist er wieder, der Naturwein. Kein anderes Konzept boomt aktuell in Berlin so sehr, wie die Kombination aus hochwertigen Tapas und Naturweinen. Auch ich oute mich als absoluten Fan: Die Weine schmecken wirklich besonders und die Idee, das Essen mit anderen zu teilen und dafür mehr kosten zu können, macht einfach viel mehr Spaß. Eine weitere gute Adresse hierfür ist das JAJA. Die deutsch-französische Weinbar bietet zwar hauptsächlich außergewöhnliche Spirituosen an, aber auch wegen der kleinen, wöchentlich wechselnden Gerichte sollte man unbedingt vorbeischauen. Nicht vergessen zu reservieren, das kleine Lokal ist so gut wie immer bis auf den letzten Barhocker voll!

 

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JAJA, Weichselstraße 7, 12043 Berlin

 

DRINKS

BEUSTER

In Sachen Night Life hat es die letzten Jahre ein wenig abgenommen mit meinen Erfahrungen. Nach längerer Lebenszeit in Berlin hatte ich irgendwann gar nicht mehr so sehr das Bedürfnis, wöchentlich um die Häuser zu ziehen. Ab und an juckts mich dann aber doch wieder in den Füßen und die Lust ist groß, mit Freunden*innen durch die Bars zu ziehen. Mein absolutes “Go-to”-Lokal für jeden Anlass ist das Beuster in der beliebten Weserstraße. Warum es mich immer wieder dort hin zieht? Das man den Ort gar nicht nur als Bar definieren kann. Irgendwie ist hier alles in einem. Wer einen kleinen Hunger hat, bestellt sich die Beuster-typischen Pommes mit Trüffelmayonnaise oder die leckere Burrata, bei großem Hunger die klassischen Moules frites und eines der beiden Hauptgerichte (jeweils mit Fleisch oder vegetarisch). Wer nur für Drinks kommt, bekommt auch nur Drinks. Ob Champagner, gut gemixte Cocktails oder einfach nur ein frisch gezapften Bier – an der Bar bleiben keine Wünsche offen. Die Atmosphäre ist einmalig: Die grünen Kacheln an den Wänden und die alten Holzmöbel und -bänke versprühen jede Menge retro Charme, der mit moderner Musik und unterschiedlichen Menschen jeden Alters gepaart wird. Auch wenn die Speisekarte, Preise und der Service eher im oberen Segment liegen, ist das Ambiente absolut zwanglos und entspannt. Jeder kommt, wie er möchte und geht, wann er möchte. Aber auch hier gilt: Auf jeden Fall reservieren! Zwar gibt es immer ein bis zwei Tische für spontane Gäste, die sind aber schlagartig wieder belegt. Warten wird allerdings mit einem Crémant aufs Haus belohnt.

 

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Beuster, Weserstraße 32, 12045 Berlin

 

 KLUNKERKRANICH

Wem der Klunkerkranich noch nichts sagt, der hat für den kommenden Sommer definitiv schon einen Besuch auf der To-Do-Liste stehen. Die Bar ist quasi der Hot Spot bei Sonnenschein und langen, hellen Tagen. Auf dem Dach der Neuköllner Arcaden habt Ihr die Möglichkeit, zu Drinks und Snacks über die gesamte Stadt zu blicken, Euch ganz abseits des Großstadtgetummels zu fühlen, obwohl Ihr mitten drin steckt und bis in den Morgengrauen zu bleiben. Zusammengewürfeltes Interieur, trashige Deko machen den Klunkerkranich aus, genauso der Mix an Menschen. Die Auswahl an unterschiedlichen Events wie Street Food Markets und Konzerte, ziehen nicht nur in den Sommermonaten zahlreiche Leute an. Im Winter gibt es zum Beispiel einen sehr empfehlenswerten Weihnachtsmarkt über den Dächern Berlins. Hierfür einfach mal auf der Homepage vorbeischauen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Anastasia Komarova (@komarovanastya) am

Klunkerkranich, Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin

 

KINDL STUBEN

Einfach nur entspannt auf ein Bier? Das geht in den Kindl Stuben mitten auf der Sonnenallee besonders gut. Die Bar ist noch sehr ursprünglich und gleicht dank der antiquarischen Möbel, der bodenständige Karte, fairen Preisen und dem lockeren Personal einer urberliner Kneipe. Nur das Publikum hat sich vermutlich verändert, seitdem auch die Ecke rundum der Sonnenallee eine beliebte Wohngegend geworden ist. Erwähnen muss ich natürlich die Open Mic Sessions in den Kindl Stuben, die Euch einladen, jeden Sonntag kostenfrei zu Konzerten von Stand Up Musicians zu lauschen und die Musiker persönlich kennenzulernen. Ganz große Herzensempfehlung!

 

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Ein Beitrag geteilt von Charlotte Giers (@charlottegiers) am

Kindl Stuben, Sonnenallee 92, 12045 Berlin

 

MORPHIN BAR

Zum Schluss gibt’s noch einen richtigen Geheimtipp von mir. Und mit geheim, meine ich Top Secret, denn die Morphin Bar findet man nicht einfach so beim Vorbeigehen. Mir hatte damals ein ureingesessener Neuköllner von einer Bar erzählt, die sich in einem Hinterhof, versteckt hinter Autos und Bäumen in einem gitterumzäunten Antiquitätengeschäft befindet. Keine Schilder oder Logos, nur der leicht schwingende Bass verrät das Geheimversteck der Morphin Bar. Hat man die unauffällige, graue Tür gefunden, geht man einen dunklen Weg entlang, der von den nebenanliegenden Neonschildern des Antiquariats beleuchtet wird. Und plötzlich steht man in einem erhellten Raum mit Sitzbänken, Barhockern und Kinostühlen. An der Bar können gut gemixte Cocktails geschlürft und je nach Veranstaltung am DJ-Pult mitgemischt werden. Der ganz große Auftritt ist übrigens an der Karaokemaschine möglich, die jeden Abend ordentlich in Betrieb ist. Die Morphin Bar macht Spaß, versprochen!

 

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Ein Beitrag geteilt von Jess Brazen (@jessbrazen) am

Morphin Bar, Hasenheide 13, 10967 Berlin

 

SHOPPING

Neukölln verspricht vor allem eines: Vintage Shopping. Wer also noch nicht den Artikel zu meinen liebsten Secondhand Shops in Berlin gelesen hat, darf das hier sehr gerne nachholen. Neukölln kann aber noch so einiges mehr: Neben Handyshops, Sisha Bars und Brautgeschäften siedeln sich auch vereinzelt kleine Concept Stores und Jungdesigner an. In der Reuterstraße kann man zum Beispiel im Conscious Club schöne Wohnaccessoires wie Kissenbezüge und Decken vom Berliner Label Hetti ergattern – alles lokal und handmade. Die liebe Designerin Larissa nimmt hierfür auch gerne Aufträge entgegen und stellt für jeden die passenden Farb- und Textilienkombinationen zusammen. Der kleine Fleck inmitten des Neuköllner Trubels eignet sich wunderbar als relaxte Anlaufstelle, in der Ihr nicht nur einzigartige Goodies shoppen, sondern selbst kreativ werden könnt: Egal ob in einem der angebotenen Workshops oder im Austausch über Nachhaltigkeit mit anderen Künstlern – das vielseitige Konzept ermöglicht das Zusammentreffen von Gleichgesinnten und erlaubt ein wenig Inspiration für den Alltag. Eine weiterer cooler Einkaufsspot befindet sich in Kreuzkölln: Im Chrome Store kann man zwischen Berliner Brands und einer großen Auswahl an Fine Jewerly stöbern. Außerdem findet Ihr dort viele Vintage Designer Pieces. Zum Schluss habe ich noch einen ganz tollen Tipp in Sachen Beauty für Euch. Im Store Lovely Day Botanicals gibt es sozusagen alle Brands, die ich schon lange und am liebsten benutze: Neben dem Berliner Label Merme, bietet der kleine Laden auch Kester Black, Nui Cosmetics und eine große Auswahl an Rahua Produkten an. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habt Ihr die Möglichkeit über den Onlineshop Probiergrößen zu ordern. Es lohnt sich!

Photos: The Conscious Club

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1 Kommentar

  1. Ida
    31/03/2019 / 12:06 PM

    Sehr coole Rubrik! Ich bin imme wiede gerne in Berlin und genieße die Grosstadt und Vielfalt, freue mich dann aber auch imme wieder auf das deutlich kleinere Bonn, die Lebensqualität und das eher Slow–Living. liebe Grüße!

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